Teilnehmer 2005 - Bereich Biologie


Gruppe
Regina Gerter
Hölty-Gymnasium Celle
Versuche zur Haltung und Anwendung von Blutegeln

Eine Befragung von Apotheken (38 von 50) ergab nur eine geringe Nutzung von Egeln im Landkreis Celle, wobei nur spärliche Erkenntnisse über die Entsorgung der Egel nach der Verwendung gewonnen werden konnten. Eine Zucht der Egel gelang bisher nicht. Es wurde jedoch eine einfache Methode gefunden, eine größere Zahl an Egeln regelmäßig mit Säugerblut zu füttern. In zahlreichen Versuchen wurde ein Test entwickelt, der Rückschlüsse auf den Hirudingehalt von aufgenommenem Blut bei verschiedenen Egeln erlaubt. Dieser soll zum Erkennen individueller Unterschiede der Egel und ggf. zur Selektion verschiedener Zuchtlinien genutzt werden.

 

Gruppe
Sebastian Voß, Nils Kleemeier
Käthe-Kollwitz-Gymnasium Wilhelmshaven
Die Rolle sekundärer Pflanzenstoffe für die Ernährungsbiologie von Singvögeln

Diätfütterungsversuche unter konstanten Laborbedingungen an omnivoren Mönchsgrasmücken und insektivoren Trauerschnäppern ergeben eindeutig, dass die Futteraufnahme von der Futterzusammensetzung (relativer Gehalt von Kohlenhydraten, Proteinen und Lipiden) und vom prozentuellen Gehalt von Tanninen abhängig ist. Hierbei reagieren die Trauerschnäpper (insektivore) sehr empfindlich ablehnend auf eine relative Steigerung des Tanningehaltes, während dieser für die Mönchsgrasmücken (omnivore) eine untergeordnete Rolle bei der Futteraufnahme spielt. Die Rolle der Tannine im ökologischen globalen Zusammen-hang und in der Stoffwechselphysiologie des Verdauungstraktes der Vögel wird diskutiert.

 
Landessieger
Gruppe
Sascha Hoinkiss
Waldschule Schwanewede
Zur Phylogenie von Moehnia PRITCHARD, 1960 und verwandter Gattungen (Diptera: Nematocera: Sciaridae)

Basierend auf der Untersuchung von 83 Merkmalen wurde durch die phylogenetische Analyse die verwandtschaftliche Beziehung der Gattung Moehnia PRITCHARD, 1960 innerhalb der Familie der Trauermücken, Sciaridae, geprüft. Die Ergebnisse der Analyse bestätigen die Eigenständigkeit, Monophylie der Gattung Moehnia mit den Arten Moehnia (s. str.) erema PRITCHARD, 1960 und Moehnia (Neomoehnia) quantula HIPPA, MENZEL & JASCHHOF, 1997.
Moehnia (Afromoehnia) breviatus RUDZINSKI, 1999 muss neu kombiniert werden und der Gattung Epidapus HALIDAY, 1851 zugeordnet werden. Als phylogenetische Schwestergruppe von Moehnia s. lat. wird das ursprüng-lich von SCHMITZ, 1915 als eigenständige Gattung begründete Taxon Termitosciara angesehen.

 

 

Gruppe
Robert Paul Wolf, Vanessa-Sophie Korzenski
Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim
Habitatnutzung von Fledermäusen im Haseder Busch und Giesener Wald - wo sind die Weibchen?

Um die Habitatnutzung von Fledermäusen in einem strukturreichen Waldbestand im Norden Hildesheims zu bestimmen, haben wir mit Hilfe von Baumhöhlenkartierungen, Quartierkontrollen, Ultraschall-Pefektor-Begehungen und Netzfängen die Fledermausfauna unseres ausgewählten Gebiets untersucht.
Wir konnten 8 Fledermausarten nachweisen, die das Gebiet als Jagdhabitat und einige Baumhöhlen zum Teil auch als Sommerlebensraum bzw. Wochenstuben nutzen. Mit Hilfe unserer Beobachtungen waren wir in der Lage, die Nutzung des Gebietes durch einzelne Fledermausarten zu beschreiben.

 

Gruppe
Kira Piotrowitz
Gymnasium Georgianum Lingen
Ansatz zur ökologischen Bekämpfung der Stubenfliege

Ziel meiner Jugend forscht Arbeit war es, eine verbesserte Bekämpfungsmethode der Stubenfliege für den Haushalt zu entwickeln. Dazu habe ich zunächst die Veränderungen des Entwicklungszyklus in Abhängigkeit der abiotischen und trophischen Faktoren untersucht und festgestellt, dass der Mensch optimale Entwicklungsmöglichkeiten für die Stubenfliege bietet. Im zweiten Schritt habe ich versucht herauszufinden, wie man die Bekämpfungsmethode „Leimklebestreifen“ verbessern kann und kam zu dem Ergebnis, dass der Leimklebestreifen durch die Farbwahl rot/organe, durch Punkte und durch einen mit Traubenzucker versehenen Klebstoff eine höhere Fangquote als der herkömmliche Leimklebestreifen hat.

 

Gruppe
Jannike Wichern
Eichenschule Scheeßel
Einfluss von Salz auf die Abbaugeschwindigkeit von Mikroorganismen im Boden

Versalzung in Boden und Grundwasser nehmen weltweit zu, so dass in absehbarer Zeit in der Landwirtschaft der wärmeren Regionen Lösungsmöglichkeiten für dieses Problem gefunden werden müssen. In der Arbeit wurde vor diesem Hintergrund anhand eines Inkubationsexperimentes untersucht, ob Mikroorganismen aus einem ursprünglich versalzten Boden an Salz angepasst sind und so Streu schneller zersetzen als Mikroorganismen aus einem ursprünglich unversalzten Boden, wenn sich beide in Böden gleichen Versalzungsgrades befinden. Die Ergebnisse brachten eine Anpassung (Adaption) der Mikroorganismenpopulation an Salz hervor und können möglicherweise als Grundlage weiterer Forschungsansätze dienen.

 

Gruppe
Ramona Behrens
Gymnasium Kleine Burg Braunschweig
Biologische Essigherstellung

Ziel meiner Arbeit ist es, eine einfache Apparatur zur fortlaufenden Herstellung von Essig aus Apfelwein zu entwickeln. Dazu baute ich die einzelnen Teile meiner Apparatur (Aquarienpumpe, Reaktionsrohr, Auffanggefäß) zu einem System zusammen, so dass über Wochen eine Synthese von wohlschmeckendem Essig möglich ist. Bei meinen Experimentalreihen veränderte ich auch die Reaktionsbedingungen, um herauszufinden wie ich eine möglichst hohe Ausbeute an Essig in relativ kurzer Zeit erreichen kann.