Teilnehmer 2005 - Bereich Physik


Gruppe
Katja Miller
Christian-Gymnasium Hermannsburg
Physikalische Untersuchung des Schleifprozesses handgefertigter Teleskopspiegel

Es ist mit einfacher Technik möglich Teleskopspiegel äußerst exakt zu schleifen und zu polieren, sodass diese unter Umständen besser sind, als industriell gefertigte. Obwohl die Schleiftechnik sehr einfach ist, entsteht unabhängig von den individuellen Eigenarten des Schleifers immer ein sphärischer Spiegel. Da die entsprechende Literatur über 30 Jahre alt ist und sich auf nicht überprüfte Vermutungen beschränkt, habe ich versucht über physikalische Analyse und Computersimulation des Schleifprozesses die Vorgänge beim Schleifen nachzuvollziehen und zu erklären. Mit Hilfe der Simulation konnte ich als für den Abtrag verantwortliche Faktoren Druck und Geschwindigkeit, als Hauptfaktor die Abtragsdauer ermitteln.

 

Gruppe
Daniela Heine, Sarah Hoffmann
Christian-Gymnasium Hermannsburg
Experimente zur elektrostatischen Anziehung und Abstoßung nach Coulomb

Unsere Arbeit vollzieht die Forschung Coulombs über die Beziehung zwischen dem Abstand von Ladungen und der durch sie bedingten Kraft nach. Die elektrostatische Abstoßung wird mit einem Torsionspendel untersucht, bei dem eine feststehende und eine frei bewegliche Kugel gleichnamig geladen werden und letztere dadurch um einen bestimmten Winkel ausgelenkt wird. Die Betrachtung der Anziehung geschieht mit Hilfe einer aufgeladenen Kugel, die ein vor ihr aufgehängtes Plättchen mit entgegengesetzter Ladung in Pendelbewegungen versetzt. Mit unseren Messungen konnten wir Coulombs Annahme bestätigen, dass die Abstände der Ladungen proportional zur Wurzel des Kehrwerts beider Kräfte sind.

 
Gruppe
Lars Kleemeier
Käthe-Kollwitz-Gymnasium Wilhelmshaven
Akustik der Klarinette

Die Arbeit untersucht die Akustik der Klarinette und vergleicht diese mit der anderer Instrumente am Beispiel der Blockflöte. Klarinetten- und Flötentöne werden im schalltoten Raum aufgenommen und digital ausgewertet. Der unterschiedliche Spektralaufbau in den einzelnen Registern erzeugt die klangliche Vielseitigkeit der Klarinette: Im unteren Tonbereich dominieren ungradzahlige Teiltöne, während das hohe Register einen gleichmäßigen Teiltonaufbau zeigt. Der Klangeindruck ändert sich dadurch von dunkel zu hell. Die Flöte hat in gleicher Lage einen ähnlichen Teiltonaufbau, nur ist ihr Geräuschuntergrund größer und sie ist obertonärmer. Im zeitlichen Verlauf zeigt der Klarinettenton ein schwächeres und ruhigeres Vibrato, das mit dem prägnanten Einsetzen sein wichtigstes Merkmal ist.

 

Gruppe
Michael To Vinh, Hendrik Raese
Scharnhorstgymnasium Hildesheim
Reinwassergewinnung durch Luftblasen

In dieser Arbeit wollen wir die Gewinnung von Reinwasser durch Luftblasen erforschen und optimieren. Durch zahlreiche Experimente haben wir uns dem optimalen Aufbau angenähert und uns Gedanken über das Reinwassergewinnungsprinzip gemacht. Dabei haben wir das Naturprinzip des Wasserkreislaufes auf kleinstem Raum simuliert und zur Reinwassergewinnung ausgenutzt. Der aufsteigende Wasserdampf kondensiert hierbei an gekühlten Abdeckplatten und fließt als sauberes Wasser in einen Auffangbehälter. Die Besonderheit dieses Prinzips liegt darin, dass eine Temperatur von ungefähr 50oC ausreicht, um eine größere Menge an Reinwasser zu gewinnen. Ein Anwendungsgebiet dieser Anlage wäre die Schmutzwasserreinigung in Drittewelt-Ländern.

 

Gruppe
Lilith Rövekamp, Alisa Koch, Inken Petersen
Johanneum Lüneburg
Kirschkern oder Wärmflasche?

In unserem Projekt haben wir Versuche durchgeführt, um die Wärmekapazität verschiedener Wärmekissen und der Wärmflasche herauszufinden. Dadurch wollten wir feststellen, welches der Kissen am effektivsten ist und erreichen, dass Familien ihr Geld nicht für schlechte Wärmekissen ausgeben. Durch Erwärmen und anschließendes Messen der Temperatur der Kissen in einer isolierten Styroporkiste haben wir die Wärmekapazität bestimmt.

 

Gruppe
Lena Lenze
Johanneum Lüneburg
Schneller als Einstein erlaubt?

Einstein setzte bei seinen Forschungen voraus, dass man keine Geschwindigkeit erzeugen kann, die schneller ist als das Licht. Im Folgenden zeigt sich, dass dies zwar möglich ist, sich jedoch für interessante Zwecke als nutzlos erweist. Mit Hilfe der Veröffentlichung von P. Dobrinski, der sich bereits mit diesem Thema befasste, entstanden erste Vorstellungen, um einen geeigneten Versuchsaufbau entwickeln zu können. Einige vorgenommene Veränderungen erwiesen sich als hilfreich, um den gewünschten Effekt zu vergrößern.

 
Landessieger
Gruppe
Julian Alexander Amani, Christian-Nicolas Kulenkampff
Theodor-Heuss-Gymnasium Göttingen
Entwicklung eines Messverfahrens zur Erfassung des Winkels der Schwingungsebene beim Foucaultschen Pendel

In unserer Arbeit beschäftigen wir uns mit der Entwicklung eines elektrooptischen Messverfahrens, um genaue Messwerte für den Winkel der Schwingungsebene, den Versatz und die Geschwindigkeit bei einem Foucaultschen Pendel zu erhalten. Grundgedanke des Messverfahrens ist, diese Werte aus den Überlaufzeiten des Pendelkörpers zu ermitteln, wenn er über vier mittig und rotationssymmetrisch unter dem Pendelaufbau angebrachten Infrarotreflexlichtschranken schwingt. Mittels eines speziell dafür geschriebenen Programms lassen sich aus den Überlaufzeiten und vier Vorlaufzeiten alle genannten Werte für jede einzelne Schwingung unabhängig berechnen. Außerdem wurde ein rechnergesteuerter Pendelantrieb konstruiert.