Teilnehmer 2006 - Bereich Biologie

Gruppe
Alexander Höper
Christian-Gymnasium Hermannsburg
Untersuchung einer Methode zur Herstellung von künstlichem Fleisch

Die Idee dieses Projektes entstand im Unterricht meines Biologie- Leistungskurses. Sofort stellte ich Überlegungen an, wie die künstliche Herstellung von Fleisch zu bewerkstelligen sei. Schnell fand ich heraus, dass es ein Grundprinzip gibt. Einzelne Zellen werden isoliert und so oft vermehrt, bis daraus Fleisch entsteht. Es hört sich zwar einfach an, aber so etwas umzusetzen ist schwierig. Bei den Recherchen stellte ich fest, dass sich noch nicht viele Menschen damit beschäftigt haben, so dass sich die Suche nach geeigneten Informationen als sehr schwer herausstellte.

 
Gruppe
Dennis Lüke
Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim
Untersuchung der Schädlichkeit von Desinfektionsmitteln auf Süßwasserökosysteme

In dieser Arbeit wird die Auswirkung dreier Desinfektionsmittel auf den Kleinkrebs Daphnia magna Strauß untersucht. Dies geschieht in Form von Daphnientoxizitätstests, in denen zur Einschätzung der Giftigkeit der Desinfekionsmittel die sogenannte EC50 ermittelt wird. Da Daphnia magna Strauß als Konsument niederer Ordnung die Nahrungsgrundlage für viele andere Wasserbewohner ist, ließen sich die Testergebnisse auf reale Süßwasserökosysteme übertragen.

 
Gruppe
Jochen Meyer
Gymnasium Oedeme Lüneburg
Das Puffervermögen von Böden

Die Bedeutung, die dem Puffervermögen von Böden und speziell von Waldböden zugesprochen wird, ist mit hohem, globalem Emissionsausstoß durch Industrie und alltägliche Dinge sehr groß. Mit sinkender Pufferwirkung und Versauerung von vor allem Waldböden wird die Pflanzen- und Tierwelt stark bedroht, was sogar zu Waldsterben durch u.a. Sauren Regen führt. In meiner Arbeit habe ich zum einen die Pufferwirkung des Bodens mit ihren chemischen Reaktionen und Prozessen beschrieben, wie sie durch den Sauren Regen beeinflusst wird und wie man gegen die Versauerung des Bodens vorgehen kann. Zum anderen habe ich selbst einen Versuch durchgeführt, der verschiedene Bodenarten auf ihre Pufferfähigkeit hin untersucht.

 
Gruppe
Torben Kesting und Patrick Schumacher
Käthe-Kollwitz-Gymnasium Wilhelmshaven
Zytologische Acrylamid-Effekte

In dieser Arbeit konnten - wenn auch nicht hinreichend abgesichert - drei relativ neue Erkenntnisse im Hinblick auf die Wirkungsweise von Acrylamid aufgrund eigener Experimente belegt werden: 1. Acrylamid scheint bei gramnegativen Bakterien hemmend zu wirken, während es bei grampositiven Bakterien zum Teil durchaus fördernd wirkt. 2. Das Flavonoid Quereetin hebt nachweislich den toxischen Effekt von Acrylamid auf. 3. Mutagenitätstests mit Acrylamid an Bakterien zeigten das Acrylamid mutagen wirkt.

 
Landessieger Gruppe
Kim Tappe, Christina Kronenberg und Marielouise Sander
Gymnasium am Mühlenweg Wilhelmshaven
Die jährliche Invasion der "blauen Giftzwerge" - Algenblüten im Banter See

Die im Freizeitgewässer "Banter See" gehäuft auftretenden Algenblüten, die durch das toxische Cyanobakterium Nodularia spumigena verursacht werden, stellen wegen der alljährlichen Badeverbote ein großes Problem für die Stadt Wilhelmshaven dar. Wachstumsexperimente - ausgerichtet auf die Parameter Temperatur, Salinität, Nährsalzkonzentration und Licht in Kombination mit der Temperatur sollen Aufschluss über Lösungsansätze zur Vermeidung von Algenblüten geben. Die Ergebnisse zeigen: - sommerliche Schönwetterperioden wirken sich positiv aus, - die Öffnung des Grodendamms zur Salinitätssteigerung muss verworfen werden, - die Mineralsalzkonzentration ist weiterhin engmaschig zu kontrollieren. Das diskutierte Freistrahlverfahren als weiterer Lösungsansatz wird kritisch gesehen.

 
Gruppe
Carina Wischhöfer und Allena Merkert
Ratsgymnasium Stadthagen
Untersuchung der Biodiversität der Flora unter verschiedenen Umweltbedingungen

Es wurden drei verschiedene Untersuchungsgebiete (auf Bahnschienen, auf einer Waldwiese und auf einer Wiese zwischen der B 65 und einer landwirtschaftlich genutzten Fläche) ausgewählt und auf ihre Flora und Bodenbeschaffenheit untersucht. Die Gemeinsamkeit der drei Gebiete besteht darin, dass sich bei allen auf Grund verschiedener Vorkommnisse eine neue Flora gebildet hat (Erstbesiedelung innerhalb der letzten 5-10 Jahre). Hierbei wurde die Biodiversität bestimmt und der Boden auf verschiedene Inhaltsstoffe (Nitrat, Ammonium, Eisen und Kalk) untersucht. Bezüglich der Auswaschung durch Sauren Regen wurden Untersuchungen durchgeführt. Es wurde herausgefunden, dass die Biodiversität im Wald am höchsten und auf den Bahnschienen am niedrigsten ist.

 
Gruppe
Steffen Zobel und Paul Meister
Artland Gymnasium Quakenbrück
Chemische, physikalische und biologische Gewässergütebestimmungsmethoden im Vergleich

An sieben Probestellen, vom schnellfließenden Bach bis zum alten Teich, wurden die Gewässergüten mit Hilfe zweier Methoden bestimmt, dem Saprobiensystem und dem chemischen Index nach Bach. Dabei galt es herauszufinden, wo die Vor- bzw. Nachteile der Methoden liegen, wo sie ihr bevorzugtes Anwendungsgebiet haben und welche Probleme sich während der Anwendung ergeben. Schlussendlich entstand die Idee eines neuen, einheitlichen Systems, welches beide Methoden zusammenfasst und vereinheitlicht und die Analyse von Gewässern maßgeblich vereinfachen soll.

 
Gruppe
Svenja Heller
Gymnasium Gaußschule Braunschweig
Die Population der Rabenkrähe (corvus corone corone) in ausgewählten Gebieten Riddagshausens

Die Bestandserfassungen der im Europareservat Riddagshausen (Important bird area) vorkommenden Vögel berücksichtigen nicht die Rabenkrähe. Die Datenerfassung zur Ermittlung dieser Population fand in 2 Kartierungsphasen mit unterschiedlichen Untersuchungsmethoden statt: Phase 1, mittels Punkt-Stopp-Zählung, erstreckte sich über den Zeitraum vor Brutbeginn der Rabenkrähe.
Phase 2 umfasste die Zeit des Nestbaus.
Parallel zu der Suche nach besetzten Nestern wurden auch die Nichtbrüter erfasst. Insgesamt kartierte ich 13 Nester, folglich 26 Brüter. Der mittlere Nestabstand von 370 m drückt eine hohe Bestandsdichte aus. Die Zahl der Nichtbrüter schwankte zwischen 37 und 64 Individuen.