Teilnehmer 2007 - Bereich Biologie

Landessieger Gruppe
Nina Maria Reich und Mathilda Keller
Christian-Gymnasium Hermannsburg

Untersuchung zur Differenzierung von Muskelaktivitäten mit der Surface-Elektromyographie

In unserem Projekt haben wir mit selbstgebauten Oberflächenelektroden an vier ausgewählten Muskeln des Unterarms die Muskelaktivitäten gemessen. Hierbei handelt es sich um die Endplattenpotentiale an den Muskelfasern, die sich durch das organische Gewebe bis an die Hautoberfläche fortpflanzen. Diese Signale haben wir aufgezeichnet, über Lautsprecher an einem Laptop hörbar gemacht und mit verschiedenen Programmen verarbeitet. Gleichzeitig wurde der Verlauf der Signale mit einem Oszilloskop kontrolliert. Ziel war es, die Frequenzspektren der einzelnen Signale miteinander zu vergleichen und so auf probandenspezifische Faktoren wie subkutane Fettschicht oder den Trainingsstand Rückschlüsse zu ziehen.

 
Gruppe
Christian Schultheiß und Sven Müller
Käthe-Kollwitz-Gymnasium Wilhelmshaven

Vogelspinnen - Einführende Untersuchungen und Versuche zur Giftwirkung

Untersuchungen an Grammostola pulchra erbrachten folgende Ergebnisse: Sie häutet sich in Abhängigkeit von der Ontogenie in Zeitintervallen zunehmender Länge. Der Beuteerwerb wird detailliert dokumentiert. In vivo Versuche an Mehlwurmkäferlarven zeigen, das die Brennhaare wahrscheinlich eher mechanisch wirken. REM-Aufnahmen der Haare belegen die spiralige Anordnung der Sekundärhaare, welche meist hakenähnlich auslaufen. Das Chelicerengift wurde unter schulischen Bedingungen extrahiert. Massenspektroskopische Analysen ergeben, dass die Brennhaare einen peptidähnlichen Wirkstoff besitzen, welcher vergleichbar mit dem Chelicerengift ist. Es lässt sich jedoch noch nicht auf einen Giftgehalt der Haare schließen.

 
Gruppe
Vanessa-Sophie Korzenski
Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim

Erfassung der gebäudebewohnenden Fledermäuse des nördlichen Landkreises Hildesheim

In meiner Arbeit beschäftigte ich mich mit der Erfassung der gebäudebewohnenden Fledermäuse in der Gemeinde Giesen. Bislang lagen keinerlei Kenntnisse über die gebäudebewohnenden Arten in der Gemeinde Giesen vor. Die von mir erhobenen Daten und Ergebnisse dienen als Grundlage für die genaueren Zusammenhänge der Ökologie der Fledermäuse. Dabei nutze ich die Methoden der Rundgänge zur Ein- und Ausflugszeit der Tiere und die gezielte Kontrolle potentieller Quartiere. Somit konnte ich 6 Quartiere erfassen. Mit dieser Arbeit lege ich einen Grundstein für eine detaillierte Erfassung der gebäudebewohnenden Fledermäuse im nördlichen Landkreis Hildesheim, die auch in Zukunft unbedingt fortgeführt werden sollte, da sie zum Erhalt unserer Umwelt beträgt.

 
Gruppe
Florian Modler
Gymnasium Sarstedt

Asseln flüchten ins Dämmerlicht, nicht ins Dunkle

Asseln flüchten ins Dunkle? Kennt diese gängige Hypothese nicht jeder? Zum Beispiel wenn man im Keller das Licht anschaltet und die Kellerassel unter einen Schrank flüchtet? Diese Hypothese ist aber falsch. Asseln bevorzugen - und da gibt es Unterschiede zwischen den Asselarten - geringe Lichtintensitäten gegenüber der kompletten Dunkelheit. ”Weiterhin habe ich - mit gleichzeitiger Widerlegung der These, dass Asseln immer in den zweithellsten Raum gehen - herausgefunden, dass Asseln vor allem Rotlicht und Infrarotlicht präferieren, blaues Licht und UV-Licht dagegen nicht wahrnehmen können.

 
Gruppe
Simon Bornschein, Christian Berghoff und Steffen Pfeuffer
Gymnasium Gaußschule Braunschweig

Untersuchung der Köderrate von Phytophthora - Arten mit Rhododendronblättern

Viele Arten der Algenpilzgattung Phytophthora verursachen in Land- und Forstwirtschaft große Schäden (z.B. Phytophthora infestans als Erreger der Kartoffelfäule). In unserer Arbeit haben wir in Zusammenarbeit mit der Biologischen Bundesanstalt Braunschweig (BBA) ein Köderverfahren auf Basis von Rhododendronblättern in zwei Versuchsreihen getestet. Es ermöglicht den Nachweis und somit die rechtzeitige Bekämpfung von Phytophthora-Infektionen. Damit konnten wir seine Anwendbarkeit im Pflanzenschutz überprüfen und in Bezug auf die Jahreszeit verbessern. Einige Ergebnisse der ersten Versuchsreihe wurden auch in einer Facharbeit verwendet.

 
Gruppe
Julia Gahm
Gymnasium Bersenbrück

Metallionensorption an Galacturonsäuren von Sphagnum, Torf und Apfeltrester

Wie bestreitet das regional bedeutsame, hochmoorbildende Torfmoos „Sphagnum“ seinen Mineralienhaushalt aus Niederschlägen? Untersuchungen über die Anatomie führen zu den biochemischen Eigenschaften der Moosgalacturonsäuren, die auch mit den Pektinen des Apfeltresters verwandt sind. Dieser „nachwachsende“ Rohstoff, der in großen Mengen als Abfall in der Fruchtsaftindustrie anfällt, wird dann mit Hilfe von AAS (Atomabsorptionsspektroskopie) auf seine Schwermetallionensorptionsfähigkeit untersucht. Mögliche technische Anwendung finden sich u.a. in der Umwelttechnik.